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Deutschland erhobenen Hauptes gescheitert

06. 07. 2024 – Enrico Barz

Auf dramatische Art und Weise ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Viertelfinale der Heim-EM gescheitert, verlor gegen Spanien vor 54.000 Zuschauern in Stuttgart nach Verlängerung mit 1:2.

Offenes Duell

Ohne Frage war schon im Vorfeld klar, dass dieses Aufeinandertreffen von zwei der besten Mannschaften des Turniers eigentlich zu früh kommt. Es musste also auch aus deutscher Sicht in Erwägung gezogen werden, dass es in diesem 50:50-Duell zu Ende gehen kann. Und in der Tat erwischte es letztlich trotz einer starken Leistung die DFB-Auswahl.

Abermals gingen Julian Nagelsmann und seine Männer gegen Widerstände an, mussten kurz nach der Pause einen Rückstand verdauen. Doch erneut griffen die personellen Maßnahmen des Bundestrainers, die Einwechselspieler wirkten zum großen Teil nachdrücklich aufs Spiel ein. Und so avancierte die deutsche Mannschaft in der zweiten Hälfte zur klar besseren Mannschaft, rannte dennoch lange vergeblich an. Erst in der 89. Minute gelang Florian Wirtz der erlösende und viel umjubelte Ausgleich. Chancen für weitere Treffer waren davor und danach vorhanden, das DFB-Team marschierte auch in der Verlängerung weiter – teilweise bis zur Erschöpfung.

Fader Beigeschmack

Dann hatte die zweite Hälfe der Verlängerung gerade begonnen. An der Strafraumgrenze setzte Jamal Musiala zum Schuss an. Der Ball flog aufs Tor zu und blieb am Arm von Marc Cucurella hängen. Das klare Handspiel im Sechzehner blieb ungeahndet. Von VAR-Seite kam keine adäquate Reaktion, Anthony Taylor wurde nicht einmal zum Monitor geschickt. Da stellt sich schon die Frage, wozu wir denn den Videobeweis haben, wenn der in solchen Fällen nicht genutzt wird. Eventuell hätte sich bei der Überprüfung in der Entstehung der Szene eine Abseitsposition von Niclas Füllkrug offenbart. Es wäre also unbedingt angeraten gewesen, die Szene genau in Augenschein zu nehmen. So aber liegt ein Schatten auf dem spanischen Weiterkommen und die Deutschen fühlen sich berechtigterweise betrogen.

Später Nackenschlag

Während der Mannschaft des EM-Gastgeber bei all den Bemühungen allmählich die Kraft ausging, hatten die Iberer nach ihrem Tor kaum noch etwas nach vorn unternommen. Ein wenig aktiver wurde die "Furia Roja" in der Verlängerung wieder, schien aber doch eher aufs Elfmeterschießen vertrauen zu wollen – bis zur 119. Minute. Nahe dem linken Strafraumeck hatte Dani Olmo zu viel Platz, flankte mit rechts und Zug zum Tor. Mittig in der Box schwang sich Mikel Merino zum Kopfball in die Höhe und setzte diesen aus etwa sechs Metern unhaltbar ins linke Eck.

Auch jetzt gaben sich die DFB-Kicker nicht geschlagen, mobilisierten die letzten Kräfte, doch das Glück im Abschluss war ihnen kein zweites Mal hold. Trotz aufopferungsvollen Kampfes und starken Auftritten – auch während des gesamten Turniers – blieb der Traum vom EM-Titel im eigenen Land somit unerfüllt.

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