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Dem Blitzstart folgt ein Spaziergang

18. 11. 2007 - Enrico Barz

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in die Erfolgsspur zurückgefunden. Im vorletzten Länderspiel des Jahres präsentierte sich Zypern als überaus angenehmer Gegner. Deutlich mit 4:0 setzte sich die DFB-Elf vor 44.500 Zuschauern in Hannover durch.

Dabei bewies Joachim Löw mit seiner Personalentscheidung, Lukas Podolski ins linke offensive Mittelfeld zu stellen, ein ganz besonders glückliches Händchen. Der Sekundenzeiger hatte gerade eine Runde gedreht, da beschäftigte der 23-Jährige schon die halbe Abwehr der Gäste im Strafraum. Seine abgefälschte Flanke konnte Clemens Fritz problemlos ins Tor köpfen. Sollten die Zyprer an diesem Abend überhaupt zu einer Gegenwehr fähig gewesen sein, spätestens jetzt war sie gebrochen. Ohne sich über die Maßen zu verausgaben, erhöhte die deutsche Elf das Ergebnis in regelmäßigen Abständen und erlaubte sich im weiteren Spielverlauf zudem immer wieder eigene Unzulänglichkeiten, die in erster Linie aus Konzentrationsschwächen entstanden. So erhielt Jens Lehmann im Tor anlässlich seines 50. Länderspiels nicht nur Spielpraxis, er wurde ein ums andere Mal richtig ernsthaft auf die Probe gestellt und bestand all diese Prüfungen meisterhaft.

"Poldi" in Spiellaune

Doch der Mann des Abends hieß eindeutig Lukas Podolski. Der "verhinderte Stürmer" sprühte vor Tatendrang, war ständig auf Achse und beinahe folgerichtig an allen Toren maßgeblich beteiligt. Krönung seiner Leistung war der Treffer zum 3:0, den er selbst erzielte. Grundsätzlich gingen den Toren sehr schöne Spielzüge voraus.

Bei der Beurteilung der Leistung stellt sich immer die Frage, inwieweit diese im Zusammenhang mit dem Gegner betrachtet wird. Die Zyprer waren vor allem auch aufgrund des deutschen Blitzstarts chancenlos. Einen ernsthaften Prüfstein konnten sie nicht abgeben. Gefährlich wurden sie nur, wenn die Deutschen das durch eigene Nachlässigkeiten gestatteten. Gerade dieses fehlerbehaftete Auftreten jedoch sollte die Mannschaft von Joachim Löw abstellen. Stärkere Gegner wissen das sehr wohl auszunutzen.

Der Kampf um die EM-Fahrkarten

Letztlich aber kommt es darauf an, das eigene Spiel zu entwickeln, Dinge auszuprobieren, taktisch wie personell, Selbstvertrauen und Sicherheit zu gewinnen und Automatismen zu schaffen. Der Gegner spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Für die Akteure hat ab sofort der Kampf um die Plätze im EM-Kader begonnen. Und der wird knallhart. Das scheint ihnen bewusst zu sein. Es gilt, jede sich bietende Einsatzchance zu nutzen. Aussetzer wie gegen Tschechien darf man sich nicht mehr erlauben.

Ein Großteil der Tickets ist ohnehin vergeben. Sollten keine Verletzungen dazwischen kommen, ist allenfalls noch eine Handvoll an Plätzen umkämpft. Und darum balgen sich an die 20 Spieler. Joachim Löw hat in der Tat die Qual der Wahl. Härtefälle sind vorprogrammiert. Nächste Gelegenheit, beim Bundestrainer Punkte zu sammeln, bietet der kommende Mittwoch. Zum Abschluss der EM-Qualifikation wird die Mannschaft aus Wales in Frankfurt/Main zu Gast sein.


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