Freifahrtschein für Schneider und Metzelder24. 04. 2008 - Enrico Barz
Zwei Säulen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft haben von Bundestrainer Joachim Löw im Hinblick auf die EM im Sommer einen Freifahrtschein bekommen. So können Bernd Schneider und Christoph Metzelder fest mit der Nominierung in den DFB-Kader rechnen - ungeachtet ihrer aktuellen Probleme.
Voraussetzung ist natürlich die körperliche Fitness. Hier ist vor allem Metzelder angesprochen. Der verletzungsanfällige Verteidiger hat wegen einer Fußoperation in diesem Kalenderjahr noch kein Pflichtspiel bestritten. Momentan arbeitet er an seiner Rückkehr und steht unmittelbar vor dem Comeback in der Mannschaft von Real Madrid. Immerhin ist der Abwehrspieler dafür bekannt, in Sachen Formfindung relativ schnell ein hohes Niveau zu erreichen.
Auch Bernd Schneider blickt bisher auf eine Seuchensaison zurück. Was dem 34-Jährigen im Laufe seiner Karriere zuvor erspart blieb, ereilte ihn umso massiver in der aktuellen Spielzeit, die von zahlreichen Verletzungen geprägt war. Zuletzt versuchte er sich vergeblich bei der Formsuche. Phasenweise musste er bei Bayer Leverkusen sogar auf der Ersatzbank Platz nehmen. In den Einsätzen, die er von Trainer Michael Skibbe bekam, konnte er kaum überzeugen. Zu allem Übel wirft ihn momentan eine weitere Verletzung zurück. Schneider klagt über Muskelprobleme, die vom Rücken ausstrahlen.
Beide Profis können dank der Aussage von "Jogi" Löw nun etwas beruhigter am Formaufbau arbeiten, wissen sie doch, dass der Bundestrainer auf sie baut.
Ein anderer Nationalspieler hingegen scheint seine Minimalchance auf eine EM-Nominierung verspielt zu haben. Roberto Hilbert ließ sich in einem Freundschaftsspiel seines VfB Stuttgart in Rutesheim, welches der Deutsche Meister mit 12:2 gewann, zu einigen unbeherrschten Aktionen hinreißen. Derartige Ausfälle verbaler bzw. tätlicher Art kommen bei Joachim Löw bekanntermaßen nicht sehr gut an, was Hilberts Chancen auf eine EM-Teilnahme schmälern dürfte. |
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