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Joachim "Jogi" LÖW Deutschland GER Bundestrainer

Enrico Barz (Auszug aus dem Buch "Fußball-WM für Dummies")

Als Joachim "Jogi" Löw im August 2004 beim Deutschen Fußball-Bund anheuerte, war er zwar offiziell Assistent von Jürgen Klinsmann, doch sogar der damalige Teamchef selbst betrachtete ihn als eher gleichwertigen Partner. Es ist kein Geheimnis, dass sich der Motivator Klinsmann mit ihm die fachliche Kompetenz an die Seite holte. So war es nur eine logische Folge, dass Löw nach dem Abdanken Klinsmanns das Zepter übernahm, um den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Schattiges Spielerdasein

Joachim "Jogi" LÖW
Joachim "Jogi" LÖW

Geboren am 03. Februar 1960 in Schönau im Schwarzwald, liegen Löws fußballerische Wurzeln, wie üblich in dieser Zeit, auf der Straße. In diesem Zusammenhang wird gern der Begriff Straßenfußballer verwendet. So eignete sich der Schwarzwälder seine beachtlichen technischen Fähigkeiten in Grundzügen selbst an. Für eine ganz große Karriere reichte es aber nicht. Hierfür fehlte es ihm an Robustheit und insbesondere Schnelligkeit. Immerhin trug er als viermaliger U21-Nationalspieler auch das Trikot des DFB. Ansonsten jedoch ist er nicht über 52 Einsätze (sieben Tore) in der Bundesliga und immerhin 252 Spiele in der 2. Liga für den SC Freiburg, den VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt und den Karlsruher SC hinausgekommen. In der Zweitklassigkeit jedoch sorgte er durchaus für Furore. Seine 81 Tore im deutschen Fußball-Unterhaus sind sehr achtbar.

Der Schritt ins Rampenlicht

Der Übergang ins Trainerleben verlief bei Joachim Löw fließend. Auf seinen letzten Spielerstationen war er zugleich A-Jugend-Coach beim FC Winterthur und danach Spielertrainer beim FC Frauenfeld. Über die Stelle des Assistenten stieg er im August 1996 zum ersten Mann auf der Trainerbank des VfB Stuttgart auf. Der Erfolg stellte sich umgehend ein. Schon am Ende seiner ersten Saison durfte Löw den DFB-Pokal gen Himmel stemmen. Im Jahr darauf führte er den Klub bis ins Finale des Europapokals der Pokalsieger, das jedoch mit 0:1 gegen den FC Chelsea London verloren ging.

Nach weiteren Trainerstationen bei Fenerbahçe İstanbul, beim Karlsruher SC und bei Adanaspor folgte ein Engagement in Innsbruck, wo er 2002 mit dem FC Tirol österreichischer Meister wurde. Zuletzt arbeitete Löw bei Austria Wien, ehe ihn im Sommer 2004 der Ruf des DFB ereilte. An der Seite von Jürgen Klinsmann machte er die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor allem taktisch fit für die WM 2006.

Den Experten blieb nicht verborgen, welch großen Anteil "Jogi" Löw am "Sommermärchen" hatte. Auch beim Deutschen Fußball-Bund schien man von den Qualitäten des heute 50-Jährigen beeindruckt. So war es ein nachvollziehbarer Schritt, ihn nach der WM zum Chef zu befördern. Jürgen Klinsmann, sein größter Fürsprecher, musste so viel Überzeugungsarbeit gar nicht mehr leisten. Die folgenden Monate, die erfolgreiche EM-Qualifikation, der nachfolgende Vize-Europameistertitel, die erneut geglückte WM-Qualifikation und vor allem das Auftreten der Mannschaft offenbarte die Richtigkeit der Entscheidung. Mittlerweile will man den Trainer beim DFB gar nicht mehr gehen lassen. Die Bestrebungen, den Vertrag unabhängig vom Ausgang des Turniers in Südafrika bis 2012 zu verlängern, gab es schon zu Jahresbeginn. Die Verhandlungen allerdings gerieten ins Stocken und wurden auf die Zeit nach der WM vertagt. Löw genießt mit seiner Fußball-Philosophie die absolute Rückendeckung der DFB-Führung, die Forderungen für sich und sein Team in Sachen Vertragsverlängerung sind aber auch sehr weitreichend.

Joachim Löw ist kein Selbstdarsteller, überzeugt vielmehr durch fachliche Kompetenz. Der Schwarzwälder wirkt stets freundlich. Seine Gelassenheit speist sich aus dem Wissen um die eigenen Fähigkeiten. Somit geht von ihm eine ungeheure Ruhe aus. Der Bundestrainer strebt nach Harmonie, scheut sich aber nicht vor unbequemen Entscheidungen. Dabei vermeidet er jedoch den Konfrontationskurs, geht lieber möglichst diplomatisch vor. Alles in allem strahlt er so eine natürliche Autorität aus, die es ihm erlaubt, all seine Vorstellungen umzusetzen.


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