Start nach Maß07. 02. 2007 - Enrico Barz (Artikel bei Offside.de)
Das Jahr 2007 begann ganz nach den Vorstellungen von Joachim "Jogi" Löw. Mit dem 3:1-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Schweiz glückte zugleich die Generalprobe für die schwere Auswärtsaufgabe in der EM-Qualifikation Ende März in Tschechien.
Besonders im Blickpunkt standen vor 51.333 Zuschauern in der Düsseldorfer LTU Arena die deutschen Angreifer. Durch die Ausfälle von Miroslav Klose, der gegen die Tschechen ohnehin gesperrt ist, und Lukas Podolski (Rotsperre) bot sich dem Bundestrainer die Gelegenheit, Alternativen zu erproben. So durften Rückkehrer Kevin Kuranyi und Debütant Mario Gomez von Beginn an stürmen. Und sie machten ihre Sache gut. Beide trugen sich in die Torschützenliste ein.
Schweiz viel zu brav
Insgesamt versuchte die DFB-Elf, gegen die braven Schweizer sofort die Spielkontrolle zu erlangen. Unterstützt durch die frühe Führung gelang dies auch sehr gut. So hatten die Gastgeber den Gegner weitestgehend im Griff. Erst mit der Schweizer Wechselorgie nach knapp einer Stunde ging ein wenig der Faden verloren. Erstaunlicherweise kamen die Gäste trotz der vielen personellen Änderungen nun besser ins Spiel. Die deutsche Mannschaft begnügte sich fortan, inzwischen stand es 3:0, mit der Ergebnisverwaltung.
Der Ehrentreffer für die Schweiz durch Marco Streller war ein halbes Eigentor, begünstigt durch unkonzentriertes und inkonsequentes Abwehrverhalten bzw. einen ungewollten und unglücklichen Rückpass von Philipp Lahm. Mehr aber war für die "Eidgenossen" nicht drin an diesem Abend. Das Fazit von Gästetrainer "Köbi" Kuhn fiel denn auch recht ernüchternd aus. Seine Mannschaft bekam deutlich "die Grenzen aufgezeigt". Auf ihn und sein Team wartet bis zur EURO 2008 also noch eine Menge Arbeit.
Selbstvertrauen für den schweren Gang nach Prag
Die Deutschen hingegen konnten weiteres Selbstvertrauen tanken. Wenn die Spieler in einigen Wochen noch besser "in ihrem Rhythmus sind" (Löw), dann gilt es, beim härtesten Qualifikationsgegner in Prag zu bestehen. Eine der Hoffnungen des Trainerstabes bis dahin wird sein, dass sich die Sorgenkinder vom FC Bayern München frei schwimmen. Das Spiel gegen die Schweiz brachte in dieser Hinsicht kaum Besserung. Akteure anderer Klubs geben im DFB-Team momentan den Takt vor. Doch die Münchner Fraktion wird auch wieder erstarken - zum Wohle der deutschen Nationalmannschaft.
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