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Löws Kompromisslösung: Ballack bleibt Kapitän

01. 09. 2010 - Enrico Barz

Bundestrainer Joachim Löw hat sich am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main zu offenen Fragen der Nationalmannschaft geäußert. Demnach wird Michael Ballack Kapitän des DFB-Teams bleiben. Allerdings kann er dieses Amt nur auf dem Platz ausüben, wenn er im Kader steht. Eine Nominierung wird aber lediglich erfolgen, wenn sich der 33-Jährige in einer Verfassung befindet, wo er der Mannschaft weiterhelfen kann. Das ist nach seiner langen Verletzungspause derzeit noch nicht der Fall. Zudem hat sich durch die WM die Situation ergeben, dass Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira im zentralen Mittelfeld momentan die Nase vorn haben. Bis sich Michael Ballack in der entsprechenden Form befindet, wird ihn Philipp Lahm wie schon bei der WM als Kapitän vertreten.

Manuel Neuer bleibt die Nummer eins

Auch in Sachen Torhüter ist eine Entscheidung gefallen. Manuel Neuer wird als Nummer eins in die EM-Qualifikation gehen. Er hat in Südafrika einen überzeugenden Eindruck hinterlassen, weshalb das Trainerteam keinen Grund zu einem Wechsel sah. Eine Rangfolge dahinter wurde nicht festgelegt. Tim Wiese und René Adler befinden sich auf Augenhöhe. Sie werden ihre Einsätze in den Freundschaftsspielen bekommen.

Darüber hinaus verteidigte Joachim Löw den langen Weg der Entscheidungsfindung und den späten Zeitpunkt der Bekanntgabe. Abgesehen davon, dass er die Diskussion um das Kapitänsamt für vollkommen überbewertet hält, ging es ihm darum, sich in Ruhe Gedanken über die Zukunft der Nationalmannschaft zu machen. Zudem gilt für ihn, im Vorfeld stets die betreffenden Spieler zu informieren. Insofern bestand für Löw bei all den Fragen, die in der Öffentlichkeit diskutiert wurden, nie ein Grund zur Eile.

Alle Nationalspieler fit für Belgien

Auf der Pressekonferenz wurde des weiteren bekannt, dass alle nominierten Spieler derzeit einsatzfähig sind. Auch der zuletzt angeschlagene Stefan Kießling (Rückenprobleme) kehrt ins Training zurück.

Vuvuzelas verboten

Zum Abschluss gab DFB-Mediendirektor Harald Stenger noch eine Information an die Journalisten weiter, wonach der europäische Fußballverband UEFA ein generelles Vuvuzela-Verbot erlassen hat.


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