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Sieg beim Debütantenball

07. 10. 2006 - Enrico Barz (Hotstory bei Offside.de)

Auch beim Freundschaftsspiel gegen Georgien schwamm die deutsche Fußball-Nationalmannschaft weiter auf der WM-Euphoriewelle. Trotz gehöriger personeller Umstellungen siegte die Mannschaft von Joachim Löw mit 2:0. Dabei brachte der Bundestrainer vier Debütanten zum Einsatz, Clemens Fritz und Piotr Trochowski standen sogar in der Startelf.

Personelle Wechsel blieben nicht ohne Auswirkungen

Schonung war dagegen für einige Stammkräfte angesagt. So sammelten beispielsweise Miroslav Klose, Philipp Lahm und Bernd Schneider Kräfte für die anstehenden Aufgaben. Dies ermöglichte einigen Akteuren aus der zweiten Reihe, sich in den Blickpunkt zu spielen.

All diese Veränderungen wirkten sich natürlich nicht unbedingt positiv auf das Zusammenspiel aus. Die Angriffsmaschinerie lief längst nicht so rund. Der unsichere Gästekeeper hätte viel stärker beschäftigt werden müssen. Zudem erschwerten kleinere Fehler und Unkonzentriertheiten immer wieder den Spielaufbau.

Auch die Defensive präsentierte sich erneut nicht sattelfest. Hierbei gilt es jedoch anzumerken, dass die Personalsorgen gerade in diesem Mannschaftsteil besonders groß sind. Ständige Wechsel sind der Abstimmung nicht sonderlich zuträglich. So offenbarten sich den Georgiern vor allem im ersten Spielabschnitt einige erstklassige Gelegenheiten.

Löw noch immer ungeschlagen

Vier Siege zum Einstand - das hat bisher noch kein Bundestrainer geschafft. Überraschender dabei ist, dass tatsächlich nach wie vor die Null steht. So sicher nämlich präsentierte sich die Hintermannschaft bei all den Problemen keinesfalls. Da bedurfte es schon einer gehörigen Portion Glück. Den Offensivgeist aber tragen auch die Neuen im Team mit. Und obwohl nicht alles funktionierte, so begeisterte die Mannschaft auch das Publikum in Rostock.

Zufrieden und um einige Erkenntnisse reicher

Letztlich kann der Trainerstab mit dem Spiel zufrieden sein. Das Ergebnis stimmte. Neue Spieler konnten getestet werden. Insbesondere Clemens Fritz und Piotr Trochowski empfahlen sich für weitere Aufgaben.

Andere hingegen versäumten es, Pluspunkte zu sammeln. Timo Hildebrand im Tor wurde wenig geprüft und wirkte dennoch unsicher. Seine Position als Nummer zwei festigte er damit nicht. Die starke Konkurrenz um Robert Enke sitzt ihm gehörig im Nacken. Im Angriff blieb Mike Hanke bei seinen wenigen Szenen glücklos. Und Thomas Hitzlsperger kommt als linker Verteidiger einfach nicht zurecht.

Auch Lukas Podolski gab dem Bundestrainer wenig Anlass zur Freude. Nach einer Tätlichkeit flog der Stürmer in der 48. Spielminute vom Platz. Wenn die UEFA nicht noch ein Verfahren anstrengt, wird er die Sperre wohl bei den kommenden Freundschaftsspielen absitzen können. Am Mittwoch gegen die Slowakei möchte er sich bei der Mannschaft mit einem Tor entschuldigen. Die Rückkehr der Stammkräfte wird dem Spiel der deutschen Mannschaft dann hoffentlich wieder mehr Sicherheit geben. Gegen die starken Slowaken ist das auch bitter nötig.


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